Ein Proberaum entsteht

Wie lange ist es her, dass ich diesen Beitrag schreiben wollte. Mittlerweile ist der Proberaum bald ein Jahr alt, aber dennoch wird der Beitrag noch entstehen. So, nun denn.

Langwierig war die Suche. Doch nun, endlich: Eine Räumlichkeit ward gefunden. Einigermaßen groß und geräumig und mit Strom sollte sie sein, nicht zu nah an anderen Menschen/Häusern (man will ja keinen Stress) und vor allem eines: was eigenes. Ursprünglich war der Gedanke, dass das bei soviel Leerstand, den eine Stadt wie Salzwedel aufzuweisen hat, nicht allzu schwer sein dürfte. Etwas, wie eine Garage oder ein etwas zerfallenes Gebäude hatten wir uns vorgestellt. Nun, ca. ein Jahr später, stellte sich heraus, dass das doch gar nicht so einfach war. Unserer Suche führte uns durch viele Telefonate mit Garagenbesitzern, ein paar Behördengänge und doch so manche Absage.

Anfang des Jahres 2017 dann eine eBay-Kleinanzeigen-Anzeige: Eine etwas größere Garage (105 m²), aufgeteilt in zwei Räume - im Prinzip genau das, was wir gesucht haben. Wir waren auch direkt ehrlich und haben gesagt, was wir in dem Objekt vorhaben. Der Eigentümer war dem trotzdem nicht abgeneigt und wir sollten zur Besichtigung kommen. Und siehe da: Es glückte!

Bei näherer Betrachtung dann die Erkenntnis: Hier gibt es einiges zu tun. Von der Decke, zu den Wänden bis zum Boden war eigentlich alles brüchig und voll mit zu entfernenden Haken, Löchern, Dübeln und sonstigem Kram. Dem Besitzer hatten wir versprochen, uns zumindest um ein bisschen Geräuschdämmung zu bemühen. Doof nur, dass der Raum auch ein Fenster hatte, was es irgendwie dabei zu dämmen galt.
Aber nun denn, ein paar Tage später trafen wir uns bei Markus, dem zukünftigen Gitarristen, und machten uns mit Zollstock bewaffnet auf, unsere Räumlichkeiten auszumessen, um erste Baumaterialien zu besorgen. Viele weitere Nachmittage folgten, denen wir dem Ausbau widmeten, mit dem Ziel, dort irgendwann Musik machen zu können. Der Boden wurde ausgeglichen, die runtergekommene Decke wieder festgeschraubt, eine Platte vors Fenster gesetzt und sämtliche Löcher mit Bauschaum gefüllt.
                                            

Was keiner ahnte: die eigentliche Aufgabe begann nun erst. 6 riesige Pakete, voll mit Pyramidenschaumstoffdämmplatten wollten an Decke und Wänden befestigt werden. Das allein fraß so manchen Nachmittag. War aber echt ansehnlich, als es fertig war. Ein Teppich vom Sperrmüll, der passenderweise gerade in Salzwedel war und dem auch sämtliches Mobiliar zu verdanken ist, diente als erster Fußbodenbelag auf kalten Fliesen. Ein zweiter - diesmal gekaufter - kam als "Deckteppich" oben drauf. Und siehe da: Da war das ganze nach eineinhalb Monaten doch schon fast feddich. Nur der Strom ließ noch ein Weilchen auf sich warten, ist mittlerweile - wer hätte das noch gedacht - aber  auch aus der Steckdose und nicht mehr per VerlängerunganVerlängerunganVerlängerung verfügbar.

Dann kann das Ganze doch schon losgehen!

                                                                                           

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